Hochzeitsfotografie – die geheimen Tipps einer Profifotografin

Die erfolgreiche Hamburger Hochzeitsfotografin Marion Meister gehört zu den besten ihres Fachs. Sie wurde einen Tag lang bei ihrere Arbeit On Location begleitet. Lesen Sie hier ihre sechs besten Tipps für perfekte Hochzeitsshootings und andere Familienfeste.

An dem Ort, wo der Tüll des Brautkleids leise knistert und die Brautjungfern nervös kichern, beginnt das Fotogeheimnis von Marion Meister: Unauffällig ist sie mit ihrer Kamera schon beim Herrichten der Braut dabei. Hier gelingen die ersten überraschenden, besonderen Shots des Tages: die Silhouette der Braut in edler Corsage oder der Bräutigam, der sich die Krawatte bindet und dabei mit dem Trauzeugen scherzt.

 

Meister-Tipp 1
Gehen Sie auch hinter die Kulissen der Feier und versuchen Sie, persönliche Momente zu entdecken und aufzunehmen.

Das gelingt am besten mit einer Mischung aus freundlicher Unauffälligkeit und einem ermunterndem „Jetzt bitte noch mal so ein bezauberndes Lächeln“. Wir lernen im Laufe Tages, dass es für einen erfolgreichen People-Fotografen sehr wichtig ist, bei den Menschen vor der Kamera gute Laune zu verbreiten.

 

Meister-Tipp 2
Die goldene Regel beim Fotografieren von Menschen ist es, sie zu ermutigen und zu loben.

Die Hamburger Fotografin ermuntert das Brautpaar und lacht mit ihnen. Offenbar ist eines ihrer Geheimnisse, dass Paare eine gute Zeit mit ihr verbringen. Dennoch ist die Fotografin nicht nur Entertainerin. Sie muss sich auch zurücknehmen und möglichst unauffällig agieren – zum Beispiel bei der Trauzeremonie. Damit sie weiß, wo und wie sie sich am besten bewegt, hat sich Marion Meister alle Locations des Hochzeitstags vorher angeschaut und mit wichtigen Akteuren wie dem Pfarrer gesprochen.

Meister-Tipp 3
Ein professionelles Shooting steht und fällt mit einer guten Vorbereitung.

Bei Marion Meister gehört zur Vorbereitung, sich vom Brautpaar so früh wie möglich den genauen Ablaufplan des Tages geben zu lassen. Sie schaut sich alle Orte von der Kirche bis zum Festsaal vorher an und überlegt exakt, welches Equipment sie mitnehmen muss, um an den unterschiedlichen Locations gute Fotos machen zu können (siehe auch Infokasten „Das kommt in die Tasche“). „Ich schaue mir auch an, wo ich für die Erinnerungsfotos des Paares und der Gruppe geeigente Ortr, wie etwa eine Treppe oder einen Torbogen, vorfinde.“ So gelingt es ihr dann am eigentlichen Festtag, in der kurzen Pause zwischen Trauzeremonie und dem anschließenden Essen umwerfende Paarfotos zu schießen. Als wir ihr dabei über die Schulter schauen, fällt uns neben der aufmunternden Freundlichkeit vor allem auf, dass sie den Paaren bestimmte Posen vorschlägt. Unauffällig, aber bestimmt baut sie gezielt gut aussehende Bilder auf.

 

Meister-Tipp 4
Probieren und perfektionieren Sie lange vor dem Fest mögliche Posen.

Zahlreiche kreative Beispiele für ausdrucksstarke Posen git es auf Websites von Hochzeitsfotografen wie Mike Larson. „Hier können Sie lernen, was gut aussieht. Am besten proben Sie das in einem Paar-Shooting vorher in aller Ruhe, damit es zur Routine wird. Am Festtag selbst können Sie dann mühelos Ihr Brautpaar entsprechend dirigieren, ohne dass es bemüht oder aufgesetzt wirkt“, verrät Marion Meister.
Wir lernen: Auch bei Profifotografen gilt, dass gerade das, was in der Praxis so mühelos aussieht, das Ergebnis intensiver Übung und Erfahrung ist.
Nach dem Paar-Shooting und einigen Aufnahmen mit den Eltern und Trauzeugen geht es wieder zurück zur Festgesellschaft. Die hat sich mittlerweile schon zum Essen versammelt.

 

Die Beispielfotos gefallen Ihnen?
Die zauberhaften Hochzeitsbilder in diesem Ratgeber stammen von der Profi-Fotografin Marion Meister.
Zusammen mit ihr hat das Fotobuch-Magazin momento (klicken, um zum kostenlosen Download zu gelangen) die Tipps und Tricks zusammengestellt, mit denen Ihre Bilder von Familien-Events besonders gut werden.

Mehr Fotos von Marion Meister und weitere Informationen auf www.marionmeister.de.

 

Meister-Tipp 5
Vergessen Sie nicht, auch die kleinen Details des Tages, wie etwa die Menükarte und die Tischdekoration aufzunehmen.

Anschließend beginnt Marion Meister, die Gäste in schönen Porträts bei zwanglosen Gesprächen abzulichten.

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Meister-Tipp 6
Achten Sie darauf, möglichst alle Gäste mindestens einmal fotografiert zu haben – und nicht nur diejenigen, die besonders nett lächeln.

Wir erfahren, dass sie sich vorher vom Brautpaar eine Liste aller Gäste hat geben lassen und weiß, wer besonders wichtig ist: die Eltern, die Trauzeugen, die Lieblingstante. Die Brautjungfer hat ihr vorher verraten, welche Spiele und Aktionen geplant sind. Je später der Abend, desto ausgelassener wird die Stimmung. Bei Hochzeitsreportagen wie dieser macht Marion Meister zu später Stunde stimmungsvolle Aufnahmen vom Brauttanz und witzige Szenen mit Langzeitbelichtungen. „Hier kann man ein bisschen experimentieren“, verrät sie uns.
Nach der Mitternachtssuppe verabschiedet sie sich – erschöpft, aber glücklich. Jetzt geht es nach Hause. Dort werden zuerst noch die Speicherkarten ausgepackt und in den Rechner eingelesen. „Und dann fall ich todmüde ins Bett“, lacht sie. Wenn am nächsten Tag nicht schon das nächste Shooting ansteht, werden die Bilder des Vortages nachbearbeitet und für das Fotobuch vorbereitet. „Für Brautpaare muss es ein angemessenes, hochwertiges Fotobuch sein, wie der FUJIFILM Fotoservice pro liefert“, erklärt die Profifotografin. Ihr gefällt das Swarovski-Album besonders gut: „Damit kann der Ehemann seiner frisch Angetrauten auch nach dem Fest noch mal die Sterne vom Himmel holen.“

Das kommt bei Marion Meister in die Tasche

– 2 Kameragehäuse des gleichen Systems
– Geeignete Objektive, am besten möglichst lichtstark (Marion Meisters Favoriten sind ein 50/1.2 und ein 85/1.4, ideal ist auch eine Makroobjektiv oder Nahlinsen für Aufnahmen der Ringe)
– Unbedingt mehrere aufgeladene Ersatzakkus
– Mehrere leere Speicherkarten
– Externer Systemblitz
– Stativ oder Monopod für die Kirche
– Faltbare Aufheller
– Taschentücher zum Aushelfen bei emotionalen Menschen
– Accessoires wie Sicherheitsnadeln, Kamm oder Bürste, Haarklammern und Puder etc.

 

2017-06-13T12:34:11+00:00 28. Juli 2015|Categories: News, Tutorials|Tags: , , , |

Ein Kommentar

  1. Love_ 25. August 2015 um 16:10 Uhr- Antworten

    Super Artikel für die, die gerne wie Profi Hochzeitsfotografin Marion Meister fotografieren wollen. Ihre Bilder sind toll! Um wirklich Fotografin zu werden, braucht man so viel Erfahrung! Ich glaube, Fotoshootings in Hamburg, wie M.Meister macht, könnte man auch in Zürich bei uns machen. Ein Fotoshooting Zürich könnte man z.B am See machen. In dem Falle könnte die Hochzeitsfotografin Zürich die Goldene Stunde benutzen, und das Wasser mit der Licht Veränderung fotografieren. Sogar viele Menschen aus dem Osten, wie z.B aus Asien, kommen nach Zürich um sich von einer Fotografin oder einer Hochzeitsfotografin in den Alpen fotografieren zu lassen!

    Diese Tipps sind wirklich hilfreich und bestimmt effektiv!
    Danke,

    Love_

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