Im Praxistest: Allzweckstativ Rollei C6i

Im Vergleich zum Vorgängermodell C5i bietet das Allzweckstativ C6i von Rollei höhere Traglast und größere maximale Höhe. Wie üblich, gibt es bezüglich Verarbeitung und Preis-Leistungs-Verhältnis nichts zu meckern.

Autor: Dragana Mimic

Hohe Traglast, kleines Eigengewicht

Mit dem Fotopro-Stativ Rollei C6i baut Rollei nun die erfolgreiche Produktreihe der Allzweck-Stative aus. Im Vergleich zum Vorserienmodell C5i, weist das neue C6i eine höhere Traglast und eine größere maximale Auszugshöhe auf. Es kann eine mittelgroße Spiegelreflexkamera mit kleinem Zoomobjektiv problemlos bewältigen, vorausgesetzt nicht alle 4 Beinsegmente des Aluminiumstativs sind vollständig ausgezogen. Denn dann leidet die Stabilität des Stativs merklich, übrigens auch bei fast vollständig ausgezogener Mittelsäule. Das dreibeinige Stativ (unverbindlicher Richtpreis des Herstellers liegt bei 229,99 Euro) mit ausziehbarer Mittelsäule wiegt ohne Kugelkopf 1.680 Gramm, mit Stativkopf 2.140 Gramm. Angesichts der laut Prospekt maximalen Auszugshöhe von stolzen 174 Millimetern, die man in der Praxis aus Stabilitätsgründen aber nicht nutzen sollte, hat das Stativ trotzdem ohne Frage ein „Mitnahme freundliches“ Gewicht. Und da nur ein Stativ ein gutes Stativ ist, wenn man es auch möglichst oft dabei hat, kommt es auf jedes Gramm Gewichtsersparnis an – und selbstverständlich auch auf möglichst kompakte Abmessungen. Auch hier kann das C6i punkten. Die Entwickler haben einen guten Job gemacht und realisierten ein Pack maß von 47 Zentimetern Länge. Damit passt das zusammengefaltete Stativ bestens in die Umhängetasche aus Nylon, die zum Lieferumfang gehört.

Das Zusammenklappen funktioniert im Übrigen wirklich einfach: Mittelsäule inklusive Kugelkopf nach einem Linksdreh des griffigen, gummiarmierten und leichtgängigen Arretierungsrings der Mittelsäule ganz nach oben schieben. Dann die am oberen Ende der Stativbeine platzierten Arretierungstasten für die Beinspreizung durchdrücken und jedes Bein um 180 Grad nach oben klappen. Und fertig, im Handumdrehen nehmen die 3 Beine die Mittelsäule in die Mitte und die ebenfalls gummiarmierten Arretierungsringe für die Beinauszüge schmiegen sich eng an den Kugelkopf.

Das Umbauen zum Einbeinstativ ist allerdings nicht ganz so einfach und etwas zeitintensiver. Doch auch das funktioniert dank mitgeliefertem Merkzweckschlüssel mit etwas Geduld einwandfrei. Schraubt man den unteren Teil der Mittelsäule ab, so ist eine maximale Spreizung der Beine mit einer minimalen Arbeitshöhe von 24 Zentimetern möglich.

 

Nützliche Details

Das C6i ist mit griffigen Spikes für Aufnahmen in der Natur auf lockerem Untergrund ausgestattet. Zieht man die Gummikappen am Ende der Stativbeine ab, kommen diese zum Vorschein. Ersatz-Gummifüße sind im Lieferumfang enthalten. Genauso wie der bei vielen so beliebte Haken zum Beschweren des Stativs mittels Fototasche am unteren Ende der Mittelsäule. Dieser kann je nach Bedarf eingedreht oder wieder entfernt werden. Das Beschweren hat in jedem Fall positive Auswirkungen auf die Stabilität und das Schwingverhalten des Stativs, wie der Praxistest zeigte. Mit Sicherheit vor allem für Videofilmer nützlich, ist die mitgelieferte Gürteltasche für das umgebaute Monopod. Hier kann das Stativ aufgesetzt werden und sorgt so insbesondere bei Videos für verwacklungs freie Aufnahmen. Der mitgelieferte Stativkopf FPH-62Q besitzt zwar keine Friktionseinstellung, lässt sich aber ansonsten leicht bedienen und um 360 Grad drehen. Für die perfekte Ausrichtung sorgt neben einer 360-Grad-Skala auch eine Nivellierlibelle. Der Stativkopf besitzt einen gummiarmierten Feststellknopf, der den Kopf bombenfest sichert.

Fazit: In der Testpraxis bewährte sich das C6i sehr gut und konnte die Tester neben dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis insbesondere durch seine Kompaktheit überzeugen, die es auch aufgrund des geringen Gewichtes immer gerne auf Fototouren mitnahmen. Gut gefallen hat auch der schnelle, problemlose Auf- und Zusammenbau. Eine kleine Umdrehung der Feststellringe genügte schon zum Lösen und Fixieren der Beinsegmente. Das Stativ macht einen wertigen und langlebigen Eindruck. Lobend zu erwähnen ist auch, dass der Hersteller ein Rundum-Sorglos-Paket bezüglich seiner Produkte liefert. Es bietet eine 24 Monate-Garantie und erstattet im Schadensfall das Produkt innerhalb von 8 Tagen gegen ein Neugerät.

Weiter Informationen finden Sie unter: www.rollei.de

2017-06-13T11:25:24+00:00 24. Januar 2016|Categories: News, Praxistests, Stative|Tags: , , |

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