Auf die Muse zu warten, kann manchmal lange dauern und ziemlich nerven. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Kuss provozieren können.

Kreativität kann man zwar sicher nicht erzwingen, aber man kann ihr auf die Sprünge helfen – und das mit recht einfachen Strategien.

  1. Kunst führt zu Kunst

Beschäftigen Sie sich mit Kunst – aber nicht mit dem zwingenden Hintergedanken „ich muss jetzt etwas finden, das ich nachmachen kann“. Oftmals ist es auch sinnvoll, sich weniger mit Fotokunst zu befassen, als Malerei, Musik oder Film auf sich wirken zu lassen. So gerät man selbst mit dem betrachteten Werken nicht in Konkurrenz, sondern kann sie viel unvoreingenommener und stressfreier betrachten. Übrigens kann es auch sehr spannend sein, sich in die Kunstgeschichte einzulesen. Hierzu gibt es zahlreiche Bücher und Blogs, die entsprechende Thema lebendig vermitteln.

Ob Klassiker oder ganz unbekannte Werke: Kunst inspiriert zu eigener Kunst.

 

  1. Ideen-Tagebuch

Das Ideen-Tagebuch bietet unterschiedliche Möglichkeiten, Ihrer Kreativität auf die Sprünge zu helfen. Sie können einerseits immer dann, wenn eine Idee – ganz gleich wie unausgereift sie noch ist –, wenn ein Gefühl, oder ein Gedanke in Ihrem Kopf auftaucht, eine Notiz machen. Vielleicht ist es für Sie aber sogar noch effektiver, das Ideen-Tagebuch systematisch anzugehen: Jeden Tag schreiben Sie eine Idee auf, auch wenn Ihnen diese seltsam erscheinen mag. Mit etwas zeitlichem Abstand lesen Sie in Ihrem Ideen-Tagebuch. Manchmal entstehen dann wiederum neue, spannende Gedanken oder es zeigt sich ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Einträgen, der sich zu einem Bild zusammenfügt.

Es gibt verschiedene Strategien, um ein Ideen-Tagebuch zu führen. Wichtig ist aber stets eine gewisse Regelmäßigkeit der Einträge.

 

  1. Gemeinschaft

In Gemeinsam mit anderen zu fotografieren macht nicht nur Spaß, sondern führt auch durch die Beobachtung anderer oder durch gemeinsame Brainstormings zu neuen Ideen. Für das Fotografieren in Gemeinschaft gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten: Sie können zum Beispiel mit einem Fotopartner durch die Stadt ziehen. Jeder porträtiert sie aus seiner jeweiligen Perspektive. Anschließend vergleichen Sie zusammen diese Blickwinkel miteinander. Auf diese Weise, also durch den Perspektivwechsel, lernen Sie, was man hätte anders sehen können, was es alles neben Ihrer Realität gibt. Das kann oft wie ein Augenöffner wirken.

In der Modelfotografie lohnt es sich, die Ideen von Model und Visagistin zu erfragen und einzubeziehen. Gerade in der Amateur-Szene sind die Beteiligten oft sehr engagiert und helfen auch dabei, Ideen mit passenden Requisiten, Locations, Kostümen und Make-ups in die Tat umzusetzen.

Tolle Ideen – vielleicht sind auch Ihre Modelle und Visagisten kreativ.

  1. Mind-Mapping

Schreiben Sie einen Begriff in die Mitte eines Blatts – er darf durchaus sehr allgemein sein, zum Beispiel „Liebe“, „die Farbe Blau“ oder „Tiere“. Gerne können Sie natürlich auch das Thema unseres jeweiligen Leserwettbewerbs wählen. Nun lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf und stellen Verbindungen zum Begriff her. Mit Blau könnte man „Frieden“ assoziieren, aber auch „Weite“ oder „blaumachen“, wie auch „blau sein“. Durch solche Verknüpfungen  fällt es oft leichter, vor dem geistigen Auge Bilder entstehen zu lassen. Vielleicht finden Sie auch Querverbindungen zwischen einzelnen Aspekten.

Neu erlernte Techniken, zum Beispiel in der Bildbearbeitung, eröffnen neue Horizonte – auch für die Kreativität.

  1. Neue Techniken erlernen

Wenn Sie etwas Neues lernen, sei es eine neue Art der Lichtsetzung oder der Bearbeitung, ist es oft leichter, auch neue Ideen zu entwickeln. Die Zeit, in der Sie sich unkreativ fühlen, können Sie also wunderbar damit füllen, Ihre technischen Skills zu vertiefen. Dabei helfen YouTube-Tutorials, aber auch Bücher oder personalisierte Einzelcoachings, die auch via Apps angeboten werden. Suchen Sie sich einen Bereich aus, der Sie besonders interessiert, beispielsweise die Arbeit mit farbigem Licht, die Makrofotografie, spezielle Make-ups für die Modelfotografie, Fotomontagen oder die Entwicklung von analogen Fotografien in der Dunkelkammer – die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt, so wie Ihre Kreativität.

Ist man inspiriert, gelingen oft Bilder mit tieferer Aussage, wie dieses mit „Stairway“ betitelte Foto.