Outta World

Von Josephine Helfrich
© Foto Stefanie Raab

stefanieraabphotography.de
Facebook: Stefanie Raab Photography

Ein perfekter Sommertag in der Natur. Die Sonne scheint, es ist warm, die Vögel zwitschern in den Bäumen und etwas weiter entfernt plätschert beruhigend ein Bach. Eine große grüne Wiese, übersät mit bunten Wildblumen, erstreckt sich vor den Augen des Betrachters und mündet in den angrenzenden Wald. Eine idyllische Szene. Doch plötzlich schieben sich dunkle Wolken vor die Sonne. Ein kühler, stürmischer Wind fährt durch die Bäume — die Szenerie ist in dunkles Zwielicht getaucht. Und doch leuchten die Blumen immer noch bunt und fröhlich und die Wiese erstrahlt weiterhin in saftigem Grün. Eine surreale Szene, die suggeriert, man sei in eine andere Welt gelangt.

Dieses eindrucksvolle Bild wurde im Juli dieses Jahres am Weitsee in Reit im Winkl aufgenommen. Für Fotografin Stefanie Raab war dabei vor allem die Stimmung ausschlaggebend: „Das Bild ist eher durch Zufall entstanden. Ursprünglich wollte ich eigentlich den daneben liegenden Weitsee fotografieren. Auf dem Rückweg braute sich allerdings ein Gewitter zusammen. Es begann auch schon zu tröpfeln. Ich drehte mich nochmals um und sah diese tollen, dunklen Wolken heranziehen“, erzählt sie. Dieses außergewöhnliche Licht entstand durch die Sonne, die sich hinter den Wolken befand. Die leuchtend bunten Blumen wählte Stefanie Raab als Kontrast zu den finsteren Gewitterwolken. Sie sollten die Szene noch dramatischer wirken lassen. „Ich habe die Blumen als Vordergrund gesucht, da ihre Farben im Gegensatz zu der bedrohlichen Stimmung stehen“, berichtet die Fotografin.

Aufgenommen wurde das Bild mit der Sony Alpha 7 III, bei 16 mm, f/4, 0.6 s und ISO 100. Des weiteren wurden ein Sirui Stativ sowie Polfilter und Grauverlaufsfilter verwendet. Stefanie Raab empfand die Stimmung als surreal, wie in einer anderen Welt, weswegen sie den Titel „Outta World“ für ihr Foto wählte: „Das Bild bedeutet für mich eine Momentaufnahme des Lebens: Ein kurzer Stopp in einer rasanten Welt, ein Durchatmen in der Natur. Ich kann mich an alle Gefühle, die ich beim Shooting hatte, gut erinnern.“ Diese Gefühle möchte sie an den Betrachter weitergeben und ihn an diesem besonderen Moment teilhaben lassen. //

 

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