Instagram für Fotografen: Experten-Tipps für den Einstieg auf Instagram

Mit unseren Profi-Tipps beherrschen Sie #Hashtag, Follower und Co. im Handumdrehen – für mehr Erfolg und Spaß mit Ihren Fotos bei Instagram. Der kostenlose Social-Media-Kanal Instagram boomt und kaum ein Fotograf, der was auf sich hält, kommt an diesem Trend vorbei.

Unfassbare 40.000 Bilder oder Filme werden weltweit pro Minute auf der internationalen Plattform gepostet. Und damit ist Instagram schon längst nicht mehr nur eine Domain für Selfie-Liebhaber oder die Pool-Schnappschüsse der Schönen und Reichen. Ganz im Gegenteil: Instagram gehört zu den einflussreichsten Social-Media-Kanälen und Medien für Fotografen, Blogger, Influencer usw. und dient nicht nur dazu, um von den richtigen Leuten (also potenziellen Kunden) gesehen zu werden, sondern sehr oft auch, um sich Inspiration zu holen. Grundlage für erfolgreiches „Instagramen“ ist allerdings ein großes, funktionierendes Netzwerk. Wie man ein Netzwerk auf Instagram aufbaut, was es bei der Bildauswahl zu beachten gibt und was die sogenannten Hashtags zu bedeuten haben, erklärt Ihnen Elena Braun, Social-Media-Managerin beim Online-Fotoservice Pixum.

Des Weiteren haben wir Ihnen, gefiltert nach Fotogenres wie etwa Landschafts- oder Architekturfotografie, die beliebtesten und erfolgreichsten Hashtags im Infokasten auf Seite 116 zusammengetragen. Zu guter Letzt stellen wir Ihnen noch einen praktischen Workflow von Lightroom zu Instagram vor. Mit diesem Komplettpaket ebnen wir Ihnen den Weg zu mehr Erf   olg mit Ihren Fotos bei Instagram. Dank der Foto-Plattform Instagram haben Sie die Möglichkeit, Ihr Unternehmen, Ihre Produkte, Ihr Portfolio oder sogar sich selbst einem neuen Publikum zu präsentieren. Doch damit sich die Besucher Ihres Instagram-Profils angesprochen fühlen, sollten Sie vorab einige Dinge beachten. Denn: Wer sich wohlfühlt, bleibt auch gerne länger und wird zum Follower.

1 Einheitlichkeit spricht an

Das Auge fühlt sich wohl, wenn ein einheitliches Gesamtbild erkennbar ist. Der jeweilige Betrachter kann dadurch leichter einordnen, ob das, was er sieht, auch sein Interesse weckt. Diese Einheitlichkeit kann man auf Instagram zum Beispiel dadurch erreichen, alle Bild-Posts in einer Farbe zu veröffentlichen. Aber auch bei unterschiedlichen Farbwelten lässt sich durch die regelmäßige Verwendung eines bestimmten Filters ein gleichmäßiger Look erzeugen. Obwohl Instagram eigene Filter zur Verfügung stellt, liegt es natürlich nahe, in Adobe Lightroom ein spezielles Preset zu erstellen.

2 Denken Sie nicht nur von Bild zu Bild

Ein Instagram-Profil zeichnet sich durch den Aufbau von jeweils drei Kacheln nebeneinander aus. Dieses Muster können Sie ebenfalls für sich nutzen, um Einheitlichkeit zu erzeugen. Wenn Sie sich nicht auf ein Farbschema festlegen möchten, können Sie auch regelmäßig variieren, also zum Beispiel immer neun Posts im gleichen farblichen oder thematischen Umfeld zusammenstellen und danach wechseln. Diesen Weg haben wir z.B. auf dem @pixum Instagram Kanal gewählt. Regelmäßigkeit kann auch erzeugt werden, indem sich die Themen in einem bestimmten Rhythmus wiederholen – also sich beispielsweise jedes neunte Bild von den übrigen abhebt.

3 Finden Sie Ihre eigene Nische und bauen Sie ein Netzwerk auf

Als Fotografin oder Fotograf haben Sie sich womöglich auf ein bestimmtes Genre festgelegt. Entsprechend können Sie auf Ihrem Instagram-Profil auch thematisch Einheitlichkeit erzeugen. Machen Sie andere Instagram-Nutzer auf Ihr Profil aufmerksam, die sich für dasselbe Thema interessieren. Besuchen Sie ähnliche Profile und interagieren Sie mit den Fans dieser Seiten. So knüpfen Sie Kontakte zu Gleichgesinnten und erweitern Ihr Netzwerk.

 

4 Bildaufbau

Neben der Farbgebung kann auch ein homogener Bildaufbau bei einer angenehmen Zusammenstellung der Bilder helfen. Lassen Sie z.B. viel Freiraum um das eigentliche Motiv oder wählen Sie ähnliche Perspektiven. Und: Kombinieren Sie ähnliche Bilder im Zuge der Vorausplanung Ihrer Posts.

 

5 Business Profil

Ein Instagram Business-Profil kann sich für jeden lohnen, insbesondere aber, wenn Sie als professioneller Fotograf tätig sind. Sie bekommen Einblick in die Statistiken Ihres Profils, was dabei hilft, Ihre Zielgruppe genauer zu bestimmen und anzusprechen. Zudem ist es möglich, Posts zu bewerben. So erreichen Sie auch Menschen, die bisher nicht durch eine manuelle Suche auf Ihr Profil aufmerksam geworden sind.

 

6 Regelmäßige Posts mit passenden Hashtags

Lassen Sie Ihre Follower regelmäßig wissen, dass Sie noch da sind. Alle ein bis zwei Tage sollte mindestens ein neues Foto in Ihrem Profil erscheinen. Auch die regelmäßige Interaktion mit Ihrer Community und mit neuen potentiellen Followern ist wichtig. Dabei sollten Sie besonderes Augenmerk auf die Verwendung der passenden Hashtags legen. Diese sind essentiell, damit Ihre Bilder unter den entsprechenden Suchbegriffen gefunden werden. Instagram erlaubt derzeit bis zu 30 Hashtags pro Post. Nutzen Sie dieses Kontingent.

 

7 Instagram Stories

Stärken Sie die Verbindung zu Ihren Followern, indem Sie Instagram Stories nutzen. Dabei handelt es sich um Inhalte, die nur für 24 Stunden abrufbar sind und danach wieder verschwinden. Sie sind nicht als reguläre Bild-Posts auf Ihrem Instagram Profil sichtbar, sondern erscheinen, wenn jemand auf Ihr Profilbild klickt. Instagram Stories bieten Freiraum für Experimente und können kreativ aufgebaut werden. Sie benötigen nicht immer eine begleitende Tonspur. Wenn Sie also nicht selbst vor die Kamera treten möchte, zeigen Sie doch ein paar Behind the Scenes Eindrücke von Fotoshootings oder geben Sie einen kurzen Einblick in die Bildbearbeitung.

 

8 Bleiben Sie authentisch

Das Wichtigste bei allem, was Sie auf Instagram umsetzen: Bleiben Sie sich selbst treu. So fällt es Ihnen am leichtesten, fantastische Inhalte mit Ihren Fans zu teilen und mit Spaß bei der Sache zu sein. Ihre Follower werden es Ihnen mit Sicherheit danken.

 

DIE RICHTIGEN HASHTAGS FÜR MEHR REICHWEITE

Ein weiterer, immens wichtiger Schritt, um von anderen Instagram-Usern oder sogar von einem potenziellen Kunden im riesigen Bilderfundus gefunden zu werden, ist das Setzen der richtigen Hashtags, zu Deutsch: die richtige Verschlagwortung. Wir haben Ihnen die international beliebtesten Hashtags unterteilt in elf Fotogenres zusammengetragen.

  1. Reisefotografie
    #bestplacestogo #travelphotographer #travelmemories
  1. Porträts
    #portraitphotography #portraits #portraitperfection #portraitoftheday
  1. Schwarzweiß
    #monochrome #blackandwhitephotography #bwphotography #instablackandwhite #blackandwhiteart
  1. Architektur
    #architecturelovers #architecturephotography #archidaily #architexture #minimalarchitecture
  1. Street-Fotografie
    #streetphotography #streetphoto #photostreet #bnw_street #streetview
  1. Dokumentarfotografie
    #photojournalism #photojournalist #35mmsyndrome #documentaryphotography #documentary #reportage #documentyourdays
  1. Landschaftsfotografie
    #landscape #landscapephotography #landscapecaptures #liveoutdoors #landscapelovers
  1. Minimalismus
    #mindtheminimal #killerminimal #minimalphotography #minimalist
  1. Fine Art
    #artphotography #fineartphotography #contemporaryphotography #macro #popsofcolor #ihavethisthingwithshadows
  1. Drohnen
    #dronesaregood #dronelife #aerialphotography #dronestagram #dronesarefun #dronepics #dronephoto #aerialphoto #droneshot
  1. Film
    #filmisnotdead #ishootfilm #largeformat #shootfilmstaybroke #staybrokeshootfilm #analog #analogphotography

VON ADOBE LIGHTROOM ZU INSTAGRAM

Mithilfe des Plug-ins LR/Instagram lässt sich Adobe Lightroom mit Instagram verbinden und so der Workflow optimieren. Durch das Lightroom-Plug-in LR/Instagram ist es möglich eine direkte Verbindung zu Instagram aufzubauen und Fotografien aus der Anwendung heraus in einem Schritt auf den Social-Media-Kanal hochzuladen. Praktischer geht es kaum für Fotografen. Bereits seit 2012 gehört Instagram zu Facebook, das in Adobe Lightroom als Veröffentlichungsdienst bereits vorinstalliert ist. Eine Integration in Lightroom ist auch mit Instagram möglich und kann den Workflow für Fotografen erheblich beschleunigen. Zeit ist schließlich Geld. Dafür müssen Sie das Plug-in LR/Instagram installieren, das diese Lücke schließt. LR/Instagram können Sie in allen Lightroom-Versionen ab 3.0 unter Windows (ab XP) wie auch OS X (ab 10.7) nutzen. Das Plug-in funktioniert auch schon mit der neuesten Lightroom Classic CC Version. Nachdem Sie LR/Instagram von der Internetseite www.lrinstagram.com heruntergeladen und im Lightroom Zusatzmodul-Manager hinzugefügt haben, können Sie es zunächst kostenlos testen. Eine Lizenz des Programms kostet 10 US-Dollar. Wir finden eine lohnende Investition, wenn Sie auf Instagram-Pfaden wandeln möchten.

SCHRITT 1: EINRICHTEN VON LR/INSTAGRAM
Im Lightroom-Modul Bibliothek finden Sie eine Reihe von Veröffentlichungsdiensten wie Facebook, Flickr oder Adobe-Stock. Rufen Sie Datei>Zusatzmodul-Manager auf und klicken Sie auf Hinzufügen, um das heruntergeladene Plug-in in die Veröffentlichungsdienste einzubinden. Das funktioniert völlig problemlos mit nur einem Klick. Um das Plug-in nun zu konfigurieren, öffnen Sie den Lightroom-Veröffentlichungsmanager mit einem Rechtsklick auf den gerade installierten Dienst und wählen Sie Einstellungen bearbeiten aus. Nun können Sie die nötigen Konfigurationen im sich öffnenden Dialogfenster einstellen, um Ihre eigenen Bilder auf Instagram zu veröffentlichen.

SCHRITT 2: EINSTELLUNGEN VORNEHMEN
Zunächst müssen Sie sich unter Instagram Account mit Ihrem Instagram-Zugangsdaten anmelden. Mit der Bestätigung auf Login stellt Lightroom automatisch eine Verbindung zu Instagram her. Im nächsten Schritt müssen Sie sich festlegen, wie Bildtitel und die Hashtags (also Schlagwörter) als Bildunterschrift auf Instagram veröffentlich werden sollen. Dafür stehen verschiedene Optionen bereit. Wir wählen Title #Hashtag.

SCHRITT 3: SO GEHT´S
Mit dem durch das Plug-in installierten Veröffentlichungsdienst ist es jetzt sehr einfach, Bilder auf Instagram zu posten. Wählen Sie zunächst ein oder mehrere Bilder aus Lightroom aus und entwickeln Sie sie entsprechend Ihrer Vorlieben und den Vorgaben von Instagram. Die Bilder auf Instagram müssen nicht länger nur quadratisch sein. Sie können auch Fotografien mit anderen Seitenverhältnissen hochladen und veröffentlichen. Da fast alle Digitalkameras Sensoren mit einem Seitenverhältnis von 3:2 oder 4:3 aufweisen und sich dadurch ein quadratisches Format nur durch Beschnitt erzeugen lässt, sind rechteckige Formate auch deshalb zu empfehlen, da sie den begrenzten Platz auf einem Smartphone-Display besser ausnutzen. Smartphones sind schließlich die Geräte, mit denen die meisten Anwender auf Instagram zugreifen. Nachdem Sie die Bilder fertig entwickelt und zugeschnitten haben, ziehen Sie sie einfach per Drag & Drop auf den Veröffentlichungsdienst,der sich wie eine Sammlung verhält. Bevor Sie aber auf Veröffentlichung klicken, müssen Sie Ihren Bildern noch Beschreibungen als Metadaten hinzufügen.

SCHRITT 4:  BILDBESCHREIBUNGEN HINZUFÜGEN
Zu jedem Bild gehören eine Bildunterschrift (engl. caption) sowie Hashtags, die durch Twitter popularisierten Schlagwörter mit vorangestellter Raute (#). Im Reiter Metadaten in der rechten Optionsleiste finden Sie nach der Installation des Plug-ins die Option LR/Instagram im kleinen Pop-up-Menü-Fenster, und nach deren Auswahl können Sie die Metadaten für Ihr Bild eintragen. Da wir bei der vorangehenden Konfiguration des Veröffentlichungsdienstes die Voreinstellung Title #Hashtag gewählt haben, wird automatisch das unter Standard ausgefüllte „Titel“-Feld dafür herangezogen, wenn es bereits ausgefüllt ist. Nachdem Sie alle Metadatenfelder ausgefüllt haben, klicken Sie auf den Button Veröffentlichen und warten, bis die Daten zum Instagram-Server hochgeladen sind. Ob es gelungen ist, können Sie dann im Web-Browser oder auf Ihrem Smartphone überprüfen. Passen Sie außerdem auch noch die Metadaten an, falls nötig. Achten Sie dabei insbesondere auf die Umbrüche im Text und fügen Sie gegebenenfalls Hashtags hinzu, identifizieren Sie abgebildete Personen – falls diese damit einverstanden sind – und tragen Sie den Aufnahmeort nach, wenn Sie möchten.

Wir sind übrigens auch bei Instagram ;-)

2018-03-28T09:19:44+00:0028. März 2018|Categories: News, Tutorials|Tags: , , , |