Meister des 20. Jahrhunderts – der andere Blick

Der Name des Meisters reicht – schon erscheint das ikonische Bild vor unserem geistigen Auge, sei es Diane Arbus,  Henri Cartier-Bresson oder Martin Parr – um nur einige der Fotokünstler in der neuen Ausstellung der Photobastei zu nennen. Sie  und viele mehr laden ab 19. Januar zu einem Streifzug durch die Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts ein. Doch das kuratorische Augenmerk der Ausstellung liegt gerade nicht in den ikonischen Bilder, sondern darin, mit bekannten und unbekannten Fotografien die Meister neu zu entdecken.

Die Ausstellung ist ein Streifzug entlang der Zeitachse durch die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Die ältesten Aufnahmen in dieser Ausstellung stammen von dem Pariser Fotografen Eugène Atget, der mit seiner damals sehr gewichtigen Ausrüstung durch die Vorstädte flanierte und an scheinbar unscheinbaren Orten innehielt, die er in faszinierende Schauplätze verwandelte.
Gerade die frühen Aufnahmen bis in die 1920er und 30er Jahre korrespondieren immer wieder mit der Malerei und erinnern dann an Tuschezeichnungen und Skizzen, wie etwa Bill Brandts Komposition „Early Morning on the River“ oder auch André Kertész Aufnahme „Chez Mondrian“, wo die Stilelemente des Malers Piet Mondrian mit den Licht- und Schatteneffekten seines Interieurs verwebt werden. Da fasziniert das malerische Element, mit der Edward Westons Frauenakt „Charis, Santa Monica“ seine ganz eigene  Wirkung entfaltet oder die Porträts von August Sander in ihrer Realität.
Auch wichtige Zeitchronisten wie Andreas Feininger, Alfred Eisenstaedt, Henri Cartier-Bresson, Robert Lebeck und Sebastiao Salgado prägen diesen fotografischen Streifzug und das keineswegs nur als Bildreporter, die Ereignisse für die Nachrichtenwelt dokumentieren. In vielen Motiven erscheinen sie wie Alltagsflaneure, die im Alltäglichen den besonderen Moment entdecken. Das mögen die Paare im Park sein und wie sie einander so sehr herbei gesehnt haben oder auch die Familie in einem Beduinendorf bei Aleppo, das in seiner Zeitwelt geborgen scheint.

19. Januar bis 18 März 2018
jeweils Mittwoch bis Samstag, 12:00 – 21:00, Sonntag 12:00 – 18:00
Photobastei, Sihlquai 125, 8005 Zürich
Eintritt: 12/8 CHF

2018-01-03T16:01:47+00:00 3. Januar 2018|Categories: News, Veranstaltungen|Tags: , , , , |

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