„Mehr Meer“ mit Nicole Oestreich

Nicole Oestreich verbringt viel Zeit am Meer und ist fasziniert von seinen vielen Facetten: mal ruhig, mal stürmisch, immer untermalt von einem zarten Gefühl der Sehnsucht. Im Kontrast dazu steht ihre zweite fotografische Leidenschaft: Sie gilt der schillernden Welt der Artisten.

Von Alena Schmidt
© Fotos Nicole Oestreich

Zwei Strandkörbe – das ist das erste Motiv, das Nicole Oestreich mit einer „richtigen“ DSLR machte, also keiner einfachen, analogen Kamera. Und dieses Motiv mit Meer und Dünen zieht sich bis heute durch die meisten ihrer Fotografien. In ihrer Heimat an der Küste kennt sie die schönsten Orte und all die kleinen, großen, krummen und geraden Stege, die hinausführen aufs Meer. Sie weiß, wo sie sein muss, wenn sich bei kräftigem Wind kleine Sandbänke bilden. Und sie weiß, ob es sich lohnt, für Bilder auf das passende, stimmungsvolle Wetter zu warten.


Voller Gefühl

Nicole Oestreich möchte mit ihren Bildern eine Stimmung einfangen und vermitteln. Dieser Wunsch ist auch der Grund, warum sie ihre Fotos so gut wie immer in Schwarz-Weiß konvertiert: „Meine Vorliebe liegt im Quadrat. Meine Fotos sollen ein bisschen düster sein, ohne überflüssigen ‚Klimbim‘ auskommen und im besten Fall eine kleine Geschichte erzählen. Außerdem bevorzuge ich Fotos in Schwarz-Weiß. Schwarz-Weiß bedeutet für mich Nostalgie. Es ist zeitlos und leise und transportiert meist viel Gefühl“, erzählt sie. „Genauso verhält es sich für mich auch mit dem Meer: Es ist so voller Gefühl, auch bei Sturm und hohen Wellen. Vielleicht dann sogar noch mehr. Ich vergesse die Zeit, wenn ich am Meer bin. Irgendwie wird es dann zu meinem Meer und jedes Bild ist daher noch mehr vom Meer.“

Lesen Sie hier weiter …